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“Entweder oder”?
Warum denn nicht “Und”?
01.Aug 2018 • 12:03 Uhr

“Entweder oder”? Warum denn nicht “Und”?

Hallo! Mein Name ist Sara, ich bin Projektmanagerin bei FBO und im Herzen ein wahres Landei!
Ich befasse mich in diesem Blogbeitrag mit der Frage: Warum müssen wir uns im Leben eigentlich immer zwischen Dingen entscheiden…?

seriös oder frech?
laut oder leise?
hart oder herzlich?
hektisch oder gediegen?
High Heels oder Sneaker?
Businesslunch oder Dorffest?
Fact oder Fun?
Hochdeutsch oder Dialekt?
Stadt oder Land?
Karriere oder Familie?

Wieso heißt es eigentlich immer “entweder oder”? Warum denn nicht mal “und”?

Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer einfach. Genau mit dieser Thematik befassen sich seit Jahren zahlreiche Forschungen und Studien. Doch müssen Job und Leben immer in einem Spannungsverhältnis stehen? Meine ganz klare Antwort auf diese Frage: Nein! Alle reden davon aber kaum jemand lebt danach. Das neudeutsche Wort was hier gesucht wird ist Work Life Balance

Dabei sind wir selbst Schuld bzw. ist unser Denken auch ein Stück weit unserer Erziehung geschuldet. Wenn man mal so drüber nachdenkt, wurde einem doch als Kind schon beigebracht, dass viele Dinge “mit Arbeit verbunden sind” und es hieß auch immer “Wenn du Karriere machen willst Kind, dann musst du in die Stadt ziehen, raus aus dem Kaff!”.

Fakt ist allerdings: Arbeit gehört zum Leben dazu – genauso aber auch Familie und Freizeit.
Work Life Balance… was genau heißt das denn jetzt eigentlich? Zusammengefasst beschreibt dieses Wort den Einklang zwischen Berufs- und Privatleben – die Ausgewogenheit zwischen Be- und Entschleunigung. In der Praxis bekommt der Arbeitnehmer im Trend gesehen daher immer mehr Freiräume und Spielmöglichkeiten diesen Einklang zu finden und für sich selbst die perfekte Balance zu schaffen – auch zum Vorteil des Arbeitgebers. Ein entspannter und zufriedener Angestellter ist viel mehr wert als ein vermeintliches “Arbeitstier”, welches zwar eine Überstunde nach der nächsten schiebt, aber permanent schlecht gelaunt ist und aller Prognosen nach in ein paar Jahren einen Burnout erleiden wird.

Dabei geht es uns Deutschen echt noch gut: Die OECD erstellt jährlich eine Statistik über die erbrachten Arbeitsstunden pro Person im internationalen Vergleich (hier geht’s zur OECD Statistik). Aus dieser geht hervor, dass in keinem anderen Land so “wenig” gearbeitet wird, wie bei uns. Zugegebenermaßen geben die geleisteten Arbeitsstunden nicht unbedingt Aufschluss darüber, wie anstrengend die Arbeit auf uns wirkt – doch im internationalen Vergleich jammern wir Deutschen doch wirklich auf hohem Niveau.

Bei FBO dagegen hat kaum jemand etwas zu jammern. Auch bei uns werden die angesprochenen Gegensätze gelebt. Bei uns heißt es ganz klar UND:

Home-Office und feste Kernarbeitszeiten
Businesslunch und Firmenfeste
High Heels und Sneaker!
Sakko und Band-Shirt!
hart und herzlich!
hektisch und gediegen!

Diese Philosophie verfolgt FBO für ihre Mitarbeiter sowie für ihre Kunden, denn auch die wollen lieber ein “und” statt ein “entweder oder” hören.

Und auch ich habe meine persönliche innere Waage gefunden. Ich fahre täglich seit über 10 Jahren nach Saarbrücken, wohne allerdings im ca. 45 km entfernten Merzig, genauer gesagt in einem kleinen Dorf dort auf dem Land. Ich bin also einer der klassischen Pendler. Ob mich die tägliche Fahrerei nervt? Ganz klar ja! ABER: Es lohnt sich für mich! Der Mix aus hektisch und gediegen, Businesslunch und Dorffest ist meine persönliche Lösung zur Work Life Balance. Das tägliche Pendeln dient mir dabei sogar als eine Art Ventil – zum wach werden oder auch zum runter kommen, je nach dem… Und um nochmals auf die Frage “Stadt oder Land?” zurück zu kommen, sage ich auch hier ganz klar: und!

Als Fazit kann ich nur sagen, dass es im Grunde einzig und alleine darauf ankommt, ob man glücklich ist, mit dem was man tut – sowohl privat als auch beruflich. Man kann noch so viele Freiheiten und Sonderwünsche vom Arbeitgeber bekommen und noch so viele Yoga-Kurse zum Ausgleich machen: Wenn man den Job, den man in der Regel 8 Stunden am Tag ausübt, nicht gerne und von Herzen macht, bringt hier auch keine fucking Work Life Balance was 🙂

Ich kann an dieser Stelle nur für mich sprechen, aber ich arbeite sehr gerne bei FBO und hoffe daher, dass noch viele weitere Jahre folgen werden, in denen das Landei mit merziger Dialekt in die “große” Stadt zum Arbeiten fährt.

Liebe Grüße
Sara

1. August 2018
Kategorie:
Sara Erbel
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